Technorama Winterthur - Wissenschaft zum Anfassen

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Kategorie: Tourismus
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Februar 2011 Geschrieben von Raphael Stieger

VandegraffgeneratorDas Technorama lockt tagtäglich zahlreiche Besucher nach Winterthur im Kanton Zürich. Hier kann man auch als Erwachsener noch spielend lernen und kommt aus dem Staunen nicht heraus.

 

Anreise:

Für die Anreise zum Technorama gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen per Zug mit den SBB; bis zum Bahnhof Winterthur und von diesem dann weiter mit der Buslinie 5 bis zur Endhaltestelle Technorama. Der Bus ist nicht zu verfehlen, da er selbst auch mit „Technorama“ beschriftet ist. Der Bus hält nach der zwanzigminütigen Busfahrt direkt vor dem Eingang.
Natürlich kann man das Technorama auch mit dem Auto erreichen. Am einfachsten geht dies über die A1 aus Richtung St. Gallen, Ausfahrt Oberwinterthur und dann den Technorama-Wegweisern folgen. Parkmöglichkeiten in ausreichender Menge sind direkt am Technorama vorhanden.


Öffnungszeiten:

Das Technorama öffnet erst um 10 Uhr, das Restaurant bereits eine Stunde früher. Die Ausstellung bleibt bis 17 Uhr durchgehend geöffnet, das Restaurant bis 18 Uhr. Diese Öffnungszeiten sind unabhängig vom Wochentag, außer montags, das ist der Ruhetag.


Eintritt:

Schon vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnen, doch das Spezielle an diesem Brunnen ist, dass er durch Muskelkraft läuft, dies ist vor allem für Kinder witzig, wenn sie sehen können, dass man einen Brunnen so leicht selbst betreiben kann, also dass schon durch geringste Kraftanstrengung gleich ein Wasserfall entstehen kann. Wie dem auch sei, im Eingangsbereich befinden sich Schließfächer, in denen man die Jacken, Rucksäcke, etc. deponieren kann (Pfand: 2 CHF). 
Nun kann man das Eintrittsticket lösen. Die Preise sind noch halbwegs preiswert, sparen kann man wenn man das Technorama als Gruppe besucht. Alleine bezahlt man 21 CHF / 15 €, es gibt aber auch einige Rabatte für Schüler, Studenten, etc.


Die Ausstellung:

Nachdem man den Eintritt bezahlt hat bekommt man ein kleines Armband, welches man sich um den Arm hängen muss. Mit diesem kann man das Gelände verlassen und anschließend (aber noch am selben Tag) wieder kostenlos in die Ausstellung zurückkehren. 

Das Untergeschoss umfasst eine Eisenbahnausstellung. Dies ist aber nicht nur etwas für Modellbahnliebhaber, sondern ist auch ansonsten sehr interessant, das Technorama besitzt nämlich die weltweit bedeutendste Spielzeugeisenbahnsammlung. Die Ausstellung vermittelt einen geschichtlichen Hintergrund und ist auf jeden Fall sehr kinderfreundlich, also wer sich jetzt auf Hochglanz polierte Züge vorstellt, die man nicht einmal anfassen kann, der liegt falsch. Es ist in der Tat so, dass einige dieser Miniversionen in Betrieb sind und umherfahren, teilweise kann der Besucher auch selbst Hand anlegen und einen Zug fahren lassen.

Im Erdgeschoss findet man eine viel größere Fläche und auch eine viel breitere Auswahl. Hier wird vor allem das Thema Elektrizität vertieft, auch durch Hilfe einer Vorführung, bei der manchen im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge stehen. Auch das Thema Magnetismus wird dem Besucher nähergebracht; alles durch kleine Experimente und Versuche, welche man selbst durchführen kann. Es gibt vieles zu sehen und zu bestaunen, die Versuche haben meist überraschende Ergebnisse. Die Versuche werden auch zusätzlich auf Tafeln erklärt. Diese sollte man doch auch etwas würdigen, denn auf ihnen steht, was man tun muss und auch was es für ein Ergebnis gibt, weil es kann schon möglich sein, dass man einmal etwas falsch macht wenn man die Anweisungen nicht liest. Auf ihnen wird auch erklärt wie das Versuchsergebnis zu Stande kommt, man lernt so spielerisch dazu. Ebenfalls im Erdgeschoss, sogar im gleichen Raum wird auch das Thema Mechanik behandelt. Dieser Bereich ist eher klein gehalten und auch nicht der Rede wert.

Ansonsten befindet sich in einem separaten Raum noch das Jugendlabor, welches - wie der Name schon sagt - vor allem für die Jugend ist. Hier kann man Versuche in den Bereichen Chemie und Biologie durchführen, dies sind jedenfalls die Schwerpunkte. Dieser Raum ist sehr freundlich gestaltet, nicht so geheimnisvoll sondern einfach hell, aber das ist eben deshalb, weil man hier teilweise auch gute Augen benötigt bzw. eben genug Licht. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich noch ein kleiner Shop, in dem man kleine Souvenirs kaufen kann, allerdings sind diese nicht ganz billig.

Foto: © TechnoramaWeiter geht es die Treppe hoch (Fahrstuhl gibt es keinen) ins erste Obergeschoss. Dieses Stockwerk hat seinen Schwerpunkt in der Natur, der Mathematik sowie in der Wahrnehmung. Der Schwerpunkt der Natur ist vor allem auf Katastrophen gerichtet, man sieht bspw., was ein Widerstand im Wasser anrichten kann, bzw. eben wenn sich dieser Widerstand plötzlich auflöst, was für Strömungen entstehen können, oder was bspw. geschehen würde, wenn sich die Erde plötzlich schneller drehen würde. Die Wahrnehmung ist hauptsächlich auf die Augen bezogen. Es gibt zum Beispiel einen Versuch, bei der man ein fernglasähnliches Instrument vor die Augen halten kann. Mit diesem wird die Wahrnehmung der Augen vertauscht, also mit dem rechten Auge sieht man das, was man normal mit dem linken Auge sieht und gegenteilig. Dann muss man auch noch einer Spur folgen und wenn man das macht, dann braucht man für jeden Schritt doch so eine Minute. Vor allem wenn man sieht, dass man irgendwo falsch ist und dann möchte man mit dem linken Fuß auf die Spur zurück, dann geht man automatisch mit dem rechten Fuß von der Spur weg. Es ist kompliziert so umzudenken und es gibt auch andere Versuche dieser Art. Einer ist zum Beispiel noch das Treffen einer Zielscheibe mit 5 Wurfgeschossen. Das Problem dabei ist, dass die Brille einem ein Unterscheid vorgaukelt, dass das was geradeaus ist, eigentlich drei Meter links ist. So schießt man gleich weit an der Scheibe vorbei.

Nochmals die Treppe rauf und ganz nach oben ins 2. Obergeschoss. Ganz oben, dort wo die Luft schon fast etwas dünner wird, findet man noch eher diverse Dinge, eher witzige Dinge. Es gibt bspw. eine kleine Disco, in der nur dann Musik spielt, wenn man sich bewegt, also um so schneller man sich bewegt, um so schneller und besser ist die Musik und wenn man stillsteht, dann hört man gar nichts mehr. Weiter gibt es dort auch einen Schrittmesser. Dieser zeigt die Belastung bei den Schritten an. Auch werden Dinge wie die Sprungkraft im Verhältnis zum eigenen Gewicht getestet. Des weiteren gibt es noch eine Art Waage, welche einerseits das Körpergewicht sowie die Körpergröße misst um so das Optimalgewicht zu berechnen. Die Standartmeldung ist dann einfach „Glückwunsch, Sie haben Optimalgewicht“ oder auch etwas wie „Kein Grund zur Sorge, Sie haben leichtes Über- /Untergewicht“.


Das Restaurant:

Das Restaurant befindet sich wie oben erwähnt im Erdgeschoss. Es handelt sich dabei um ein Selbstbedienungsrestaurant, in dem man für ein solches übliche Sachen kaufen kann, d.h. Salat, Pommes Frites, Chicken, Schnitzel, Bratwurst, Kartoffeln, eben alles was so typisch Self-Service ist. Die Preise des Restaurants sind recht angemessen für Schweizer Verhältnisse. Das Restaurant bietet genügend Platz und ist auch gemütlich und sauber.

 

Die Toiletten:

Toiletten gibt es in jedem Stockwerk, meist in der Nähe des Treppenhauses, leicht zu finden und überall beschriftet. Diese sind sauber und werden regelmäßig gereinigt.

 

Fazit:

Das Technorama überzeugt vor allem mit seiner Ausstellung, welche vor allem im 2. Obergeschoss sehr interessant und witzig ist.  Man lernt auf spielerische Art und Weise dazu, erfährt neues und kann auch tolle Aufführungen wie zum Beispiel „Ein Hauch von Nichts“ besuchen. Diese Aufführungen sind übrigens auch sehr lohnenswert, da sie witzig gemacht sind und alles sehr professionell ist. Ich denke vor allem für Kinder so ab 6 Jahren bis für die etwa 14 Jahre alten ist die Ausstellung sehr interessant, für Ältere ist es besser in der Gruppe, weil so ist es lustiger und auch abwechslungsreicher. In der Gruppe macht ja bekanntlich sowieso alles mehr Spaß.

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Schweizwochen und wurde deshalb in abgewandelter Form auch beim Meinungsportal www.ciao.de veröffentlicht.

Ausgezeichnet mit dem Schweizwochen-GütesiegelTechnorama:
Technoramastrasse 1
CH-8404 Winterthur
Tel.: +41 (0) 52 244 08 44 (Montag bis Freitag von 9-12 Uhr und 14-17 Uhr)
Fax: +41 (0) 52 244 08 45
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
URL: www.technorama.ch

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