Zu Füßen der Eigernordwand - unterwegs auf dem Eigertrail

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Kategorie: Tourismus
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Februar 2011 Geschrieben von Sebastian Schäfer

Die Eigernordwand ist eines der weltberühmten Wahrzeichen des Berner Oberlandes. Ein Wanderweg führt unterhalb dieser von der Bahnstation Eigergletscher nach Alpiglen.

ANFAHRT

Die meisten Wanderer, die sich den Eigertrail vornehmen, starten wohl in Interlaken. Von dort aus fährt man mit der BOB (Berner Oberland Bahn) nach Lauterbrunnen, bzw. Grindelwald und steigt dort in die WAB (Wengernalp-Bahn) um, die einen zur Kleinen Scheidegg befördert. Um zur Station Eigergletscher zu gelangen, muss man nun noch eine Station mit der teureren Jungfraubahn fahren. Wenn man sich dieses Geld sparen will kann man auch laufen, das dauert aber etwa eine Stunde. An der Station Eigergletscher kann man sich vor dem Eigertrail nochmals stärken, das Restaurant ist allerdings nicht das beste.


EIGER TRAIL

Nun kann die Wanderung also beginnen. Hinter dem Restaurant geht man durch ein Tor und befindet sich nun auf dem Weg. Der Eigertrail soll dem Wanderer ein gewisses „Bergsteiger-Gefühl“ vermitteln. Dazu wurde der Wanderweg am Fuße der Eigernordwand in den Fels gehauen (laut Informationen eines bekannten Bergführers). Durch diese spezielle Lage, steigt auf der rechten Seite die imposante Nordwand in die Höhe, was einem die Größe dieser weltberühmten Wand erst richtig verdeutlicht. Zudem fragt man sich immer wieder, wie Bergsteiger da überhaupt raufkommen.
Aufgrund der exponierten Lage, hat man natürlich auch eine grandiose Aussicht (natürlich nur wenn das Wetter mitmacht). Eigentlich kann man ein Panorama erblicken, das von der Jungfrau über Männlichen und Grindelwald, bis hin zum Schreckhorn reicht. Neben der Fernsicht, gibt es auch in der Nähe des Weges einige Naturschönheiten. So überquert man mehrere Wasserläufe, die als Wasserfall von der Nordwand herabstürzen. Zahlreiche "Steinmannlis" weisen einem den Weg. Sie wurden von anderen Wanderern aufgestellt um den später hier Wandernden zu zeigen, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden. Von der Anstrengung her hält sich der Weg auch in Grenzen, besonders wenn man bergab geht. Zwar gibt es auch in dieser Richtung einige Anstiege, insgesamt überwindet man jedoch 712 Höhenmeter nach unten. Der geschlungene Weg stellt also kein Hindernis dar, nur der letzte Abstieg könnte einigen schwerer fallen. Da der Weg eher geradlinig verläuft, muss die fehlende Höhendifferenz am Ende überwunden werden. Dazu gibt es ein recht steiles Stück, in dem auch Holzleitern eingebaut sind. Am Ende dieses Abschnittes gelangt man dann zur Bahnstation Alpiglen, wo man sich sofort ins nächste Restaurant setzen kann.


RÜCKWEG

Von Alpiglen fährt man mit der WAB zurück nach Grindelwald.


AUSRÜSTUNG UND ERFAHRUNG

Persönlich halte ich den Eigertrail nicht für extrem schwer. Man sollte zwar schwindelfrei sein und etwas Bergerfahrung mitbringen, aber das sollte eigentlich reichen. Der Weg ist nämlich sehr gut ausgebaut, so dass man mit normalen Wanderstiefeln ohne Probleme zurechtkommen sollte.


LAUFZEIT

Diese Frage lässt sich recht schwer beantworten, da es viele Variablen in der Berechnung der Dauer gibt. Manche schauen sich eben mehr an, andere laufen zügig durch, bergauf ist man zudem langsamer als bergab. Die Zeit, die im Reiseführer angegeben ist, beträgt zwei Stunden talwärts und 2.50h in umgekehrter Richtung. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, das diese Zeiten recht gut bemessen sind.



FAZIT

Wer einen grandiosen Blick auf die Bergwelt des Berner Oberlandes erhalten will, der muss den Eiger Trail einfach begehen. Geeignet ist der Weg eigentlich auch für alle guten Wanderer, lediglich kleine Kinder sollte man nicht unbedingt mitnehmen. Allen anderen steht einer unvergesslichen Wanderung höchstens noch das Wetter im Weg.

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