1 gegen 100

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Kategorie: Sendungen
Veröffentlicht am Dienstag, 17. April 2012 Geschrieben von Oliver Schäfer

Sendungssignet «1 gegen 100» (©SRF)Die Schweizer Fernsehlandschaft ist wahrlich keine Hochburg der Quizsendungen. Selbst das international äußerst erfolgreiche Wer wird Millionär fristete in der Schweiz nur ein Schattendasein im kommerziell nicht erfolgreichen Privatsender TV3, der dann letztendlich den Sendebetrieb einstellen musste.

Über mehrere Jahre war Eiger, Mönch & Kunz erfolgreich im Programm - ein von Susanne Kunz moderiertes Schweizquiz, das später von Anna Maier übernommen und entsprechend umbenannt wurde. Nachdem es einige Jahre ruhig um Susanne Kunz wurde - sie machte eine TV-Pause um eine Schauspielausbildung zu absolvieren - ist sie seit einigen Jahren wieder im Schweizer Fernsehen zu sehen. Seit dem 1. September 2008 ist sie Moderatorin der Quizshow 1 gegen 100. Von Januar bis April 2011 übernahm René Rindlisbacher stellvertretend die Moderation während Susanne Kunz eine kurze Babypause einlegte.

Das Format:

 

Wenngleich in der Schweiz wie beschrieben eher wenig Quizformate auf Sendung sind gibt es im gesamten deutschsprachigen Raum durchaus eine wahre Flut an unterschiedlichen Formaten, auch wenn dies in den letzten Jahren wieder etwas nachgelassen hat. Um beim Zuschauer zu punkten, muss man aber etwas Neues bieten, denn die Idee eines Quizspiels ist ein alter Hut. Es darf daher immer gefragt werden: Brauchen wir noch ein Quiz? Nun, die Spielidee bei 1 gegen 100 unterscheidet sich durchaus von denen anderer Quizformate. Mit einer falschen Antwort scheidet man aus. Fragen müssen beantwortet werden. Soweit ist das alles noch nichts Neues, wären da nicht die 100 Gegner gegen die der Kandidat antritt. Die Gegner sitzen dem stehenden Kandidaten gegenüber auf leuchtenden Pults. Wird eine Frage gestellt, richtet diese sich zuerst an die 100 Gegner, die nun sechs Sekunden Zeit haben sich für eine der drei Antwortmöglichkeiten per Knopfdruck zu entscheiden. Nachdem auch der Kandidat sich entschieden hat wird kontrolliert, wie viele der Gegner die Frage richtig beantwortet hat. Wer falsch antwortet scheidet aus. Jeder ausgeschiedene Gegenkandidat ist 1000 Schweizer Franken Gewinnsumme wert. Alle, die richtig geantwortet haben sind weiterhin dabei. Gewonnen hat der Kandidat, wenn er alle Fragen richtig beantwortet hat und kein Gegner alle Fragen richtig beantworten konnte. Daher ist anders als bei anderen Quizshows offen, wie viele Fragen für den Gewinn beantwortet werden müssen. Unter den Gegenkandidaten, die bis zuletzt richtig lagen, wird der nächste Kandidat ausgelost, der dann erneut gegen 100 Gegner antritt und um einen Geldgewinn spielt.

Um die Chancen zu erhöhen stehen dem Kandidaten ab der zweiten Frage drei Joker zur Verfügung, mit denen er eine Frage auch falsch beantworten darf, aber dafür seine aktuelle Gewinnsumme halbiert wird. Auf der anderen Seite gibt es auch einen Verdoppeljoker. Diesen kann der Kandidat bei einer Frage nach Wahl einsetzen. Die falsch antwortenden Gegner zählen dann doppelt, sind also 2000 Franken wert. Für diesen Joker ist daher taktisches Fingerspitzengefühl notwendig und sollte dann eingesetzt werden, wenn man denkt, dass möglichst viele Gegner die Frage falsch beantworten werden.

Vor jeder Frage hat der Kandidat zwei Kategorien, aus denen er auswählen muss. Aus der gewählten Kategorie wird dann eine Frage mit drei Antwortmöglichkeiten gestellt. Die Kategorien sind jedoch in der Regel sehr allgemein gehalten, sodass ein breites Wissensspektrum abgefragt wird.

Bewertung:

Susanne Kunz, Moderatorin «1 gegen 100» (©SRF/ Oscar Alessio)Das Format 1 gegen 100 schafft es das alte Quizformat mit frischen Ideen zeitgemäß umzusetzen. Anders als bei vielen Formaten ist aber nicht nur Wissen, sondern durchaus auch Taktik und Glück wichtig. Die Gefahr leer auszugehen ist verhältnismäßig hoch, da man nicht selbt entscheiden kann, wann man aussteigt. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen ist einfach bis durchschnittlich, sonst wäre es auch fast ein Ding der Unmöglichkeit gegen 100 Gegner zu gewinnen. Das motiviert als Zuschauer vor dem Fernseher, da man gut mitraten kann und die Fragen schneller aufeinander folgen als bei anderen Quizformaten in den hohen Gewinnstufen. Gewohnt gut ist auch die quirlige Moderation von Moderatorin Susanne Kunz, die die ideale Besetzung ist.
Wer gerne vor dem Fernseher miträt sollte einen Blick in das Format riskieren. Für alle diejenigen, die aber mehr auf die ganz schweren Fragen stehen, sollten lieber bei den klasisschen Quizformaten mit steigendem Schwierigkeitsgrad bleiben.

Ausstrahlung:

montags, 21.05 Uhr, SF 1, 55 Minuten


weiterführende Links:

 

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